Auf der Bühne: Sean Guptill Quartett

Es war eine gute Wahl gewesen, am 24. September 2017, jenem denkwürdigen Bundestagswahlabend, ins Eschborn K zu kommen. Denn im Gegenteil zur „Euphorie“ jeder Wahlparty oder Wahlanalysesendung  war die Stimmung zur Eröffnung der Sessionsaison 2017/18 richtig gut.

Zu dieser Stimmung haben Sean Guptill und seine Band als Sessionopener einen entscheidenden Beitrag geleistet, indem sie mit einigen Klassikern u. a. von Duke Ellington und Herbie Hancock die Session eröffneten. Sean erwies sich erneut als hervorragender Trompeter, Sänger, Scatvocalist und Entertainer. Von seiner ursprünglich angedachten Band brachte er nur den Bassisten Johannes Schädlich mit, der als Begleiter wie auch als Solist mit einem wunderbaren Ton am Kontrabass hervorragende musikalische Gestaltungskunst zeigte und dankenswerterweise später die ganze Session hindurch den Bass gespielt hat.

Den Part des kurzfristig erkrankten Gitarristen Tobias Langguth hatte der Pianist Wolfgang Klockewitz übernommen und gab mit seinem abwechslungsreichen Klavierspiel den Stücken ein harmonisch facettenreiches Gewand. Auch Stefan Günther-Martens, der ursprüngliche Drummer der Band, musste vertreten werden. Mühelos gelang dies dem jungen Michael Michel mit seinem frischen, klaren und variantenreichen Stil, das Drumset zum Klingen zu bringen.

Der Wahlabend wurde zum Vokalabend. Erstmals in der Geschichte der Session in Eschborn stand bei jedem Stück eine Sängerin oder ein Sänger am Mikrofon. Ruth Freise, Katharina Grossardt, Christiane Langenbach und Claudia Sànches, sowie Sean Guptill und Heiner Geerlings übernahmen dabei die Gesangspartien, begleitet von einigen langjährigen Sessiongästen an den Gitarren, am Piano, am Schlagzeug, an Saxophon und Trompete.

Heiner Geerlings

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de

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