Auf der Bühne: Andreas Neubauer and Friends

Die meisten von Andreas Neubauers ziemlich besten Freunden sind in Eschborn schon fast gute alte Bekannte: Vesellin Popov an der Gitarre und Peter Klohmann am Tenorsaxophon. Einzig Markus Allhenn am Bass, der kurzfristig für Bastian Weinig eingesprungen ist, hat hier nun zum ersten Mal von sich hören lassen. Und hoffentlich nicht zum letzten Mal! Denn mit seinem vollen warmen Ton am Bass und seinen rhythmisch präzisen Basslines gestaltete er das Fundament, auf dem seine Mitmusiker sich dann virtuos entfalten konnten. Dass all diese Musiker hervorragend spielen würden, war mir vorher schon klar gewesen. Und doch war ich aufs Neue erstaunt und fasziniert: solch lässige Leichtigkeit, solch ein selbstverständliches Zusammenspiel und solch eine stupende Spieltechnik, die völlig in Musik aufgeht – simply outstanding!

Und noch mehr neue Musiker – es gab noch einen Postopener: die Band one moment – jazz aus Frankfurt. Nach dem Opener war dies sicher eine Herausforderung der besonderen Art, die das Trio um den Pianisten Carsten Kromschröder aber sehr gut meisterte. Sie spielten ausschließlich eigene Stücke, die sich stilistisch deutlich vom vorher gehörten unterschieden, und in der Dirk Märshalls lyrisch-geläufige Soli am E-Bass und Roland Glöcklers bisweilen vertrackte Rhythmen an den Drums sehr gut zur Geltung kamen.

Zwei Bands als Opener – da blieb nur noch eine knappe Stunde Session-Spielzeit, die dann auch recht zügig, aber kurzweilig über die Bühne ging.

Heiner Geerlings

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de