Auf der Bühne: Caro Trischler mit Band

„Das Tolle an unserem Programm ist: wir haben nur Lieblingslieder zusammengestellt, und die meisten davon sind unbekannt.“ So moderierte Ulf Kleinert den „Rebel Song“, den dritten Titel des Abends an.

Aber das ist nur ein Teil des Geheimnisses, warum dieser letzte Sessionabend der Saison 2017/18 sooo schön geworden ist. Denn was nützen die vielen schönen und unbekannten Stücke, wenn sie nicht schlüssig zu einem Programm zusammengeführt werden? Dies gelang Caro Trischler vor allem durch ihre ganz eigene Art, die vielen Geschichten, die in den einzelnen sehr unterschiedlichen Stücken in Töne gefasst sind, musikalisch zu erzählen. Dabei kommt ihr ihre klare, geschmeidige und wandlungsfähige Stimme zugute, die ihr ermöglicht, Singer- Songwriter- Songs gleichermaßen bewegend und überzeugend zu singen wie brasilianische Songs oder swingende Jazzstandards.

Caros vielseitiger Sangeskunst standen mit Max Jentzen am Schlagzeug, Bastian Weinig am Kontrabass sowie Ulf Kleinert am Fender-Rhodes musikalische Begleiter anbei, die sich nicht nur durch spieltechnische Souveränität, sondern gleichermaßen durch eine stilistisch- differenzierte Spielkultur auszeichneten. Und so gelang es, dass diese vielen unterschiedlichen Lieblingsstücke auch im direkten stilistischen Wechsel ein rundes Programm ergaben, dem das gut besetzte Auditorium aufmerksam und gerne zugehört hat.

Die anschließende Session gestaltete sich ebenfalls sehr schön. Längere Pausen zwischen den Stücken oder gar Langeweile kamen nicht auf. Denn auf der Bühne waren immer genügend kompetente Mitspieler, die sich gerne aus der abwechslungsreichen Playlist bedienten und sie kurzweilig zum klingen brachten.

Auf dass es ab September genauso schön weitergehen möge …

Bilder von Hennes und Casey Peter sowie Mika