Auf der Bühne: Count Spacey

Mit smoothen Klängen eröffnete das Count Spacey Quintett am 27.09.2020 die „Live& Jam“ Saison 2020/21 im Eschborn K. Von Anfang an war einiges anders als gewohnt.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der Beschränkungen, die von Veranstaltern eingehalten und umgesetzt werden müssen, gibt es eine Beschränkung der Personenanzahl im Saal, ein Einbahnstraßensystem (das natürlich an der Bar vorbei führt …), und … leider: derzeit keine Jam-Session. Es wurde also ein Konzert von den Count Spaceys.

Und auch hier gab es Änderungen: Der Gitarrist Niko Huber war verhindert, so dass aus dem Quintett ein Quartett wurde. Joshua Lutz, der Pianist, war leider ebenfalls verhindert, wurde aber spontan und hervorragend von Andreas Dittinger vertreten. Aufgrund dieser Umbesetzungen hat die Band auch nicht – wie ursprünglich geplant – ihre eigenen Stücke gespielt, sondern kurzerhand ein Programm mit wunderbaren Jazzstandards zusammengestellt und seinem Publikum Bestes aus 50 Jahren (und mehr) Jazzgeschichte zu Gehör gebracht. Mit dabei waren bekannte Swingtunes (I could write a book, Have you met Mrs. Jones), Latintunes (Recorda me), Balladen (The nearness of you) oder Klassiker des Modern Jazz (Four).

Entscheidend dabei aber war nicht nur, was gespielt wurde, sondern vielmehr, wie es gespielt wurde. Die Tunes waren ja alle recht bekannt, und schnell hätte es eine durchschnittliche Jazzmugge werden können. Allein die Spiel- und Gestaltungsqualität der Youngsters hat dafür gesorgt, dass sie diese Klippe hervorragend umschifft haben. Das Rückgrat der Spaceys – Jan Portisch am Bass und Jan Iser an den Drums – sowie Darius Blair mit seinen vielfältigen Soli und seinem geschmeidigen Sound am Tenorsaxophon haben den Boden für ihren Gast am Piano so gut bereitet, dass dieser sich selbstverständlich einfügen und entfalten konnte. Man darf gespannt sein, wie diese Band sich weiterentwickeln wird. Und man darf gespannt sein auf das nächste Live&Jam Event, bei dem Andreas Dittinger mit seiner Band aufspielen wird.

Heiner Geerlings

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de

 

 

 

1 Kommentar
  1. Rüdiger Voerste sagte:

    Danke für die immer wieder erscheinenden Bilder von Harald.
    M.E. sind diese handwerklich vorbildlich und der Musik entsprechend.
    So kann man sich noch einmal die Stimmung des Abends in Erinnerung rufen.
    Weiter so, Harald!

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