Auf der Bühne: Steffen Weber + Band

Bei der Vorbereitung für dieses Event vor über einem Jahr war nur klar: Steffen Weber kommt mit Band. Wer die Band sein würde, war zu diesem Zeitpunkt unklar.

Am vergangenen Sonntag war er dann da, inzwischen zum zweiten Mal. Und wieder mit Band. Nur war Steffen der Stargast in der Band des Gitarristen Rocco Dürlich. Die Überraschung war gelungen. Und wir waren sehr angenehm überrascht, denn es wurden nur Eigenkompositionen von Rocco Dürlich gespielt, angefangen von einem Stück aus seinen Studienzeiten, bis hin zu aktuellen Kompositionen. Das gut gefüllte Auditorium bekam dann einige wahre Meisterwerke zu hören.

Über solche Überraschungen sind wir sehr glücklich, denn sie zeigen das freundschaftliche Verhältnis vieler Jazzmusiker zu „Live & Jam“ und auch unter den Künstlern. Genau für solche Momente sind unsere Aktivitäten gedacht, und die Überraschung hat seine Wirkung auch beim Publikum nicht verfehlt. Neben Rocco Dürlich an der Gitarre und Steffen Weber am Sopran-, und am Tenorsaxophonen haben Daniel Mudrack an den Drums und Bastian Weinig als Vertretung für Friedrich Betz am Bass die Band komplettiert.

Bastian Weinig war schon häufiger mit sehr unterschiedlichen Musikern bei uns zu Gast, immer wieder auch als Vertreter für verhinderte Kollegen. An diesem Abend passte er mit seinem einfühlsamen Spiel perfekt in die Band, so dass Rocco Dürlich am Ende meinte, es klänge, als würde man schon immer so zusammen spielen.

Nach dem ersten Set kamen dann MiTabo als Postopener auf die Bühne und präsentierte sich mit einem kurzen Programm, das sie Jaco Pastorius gewidmet hatten. Die anfängliche Spannung – sehr verständlich nach der Vorlage durch die Band vorher – war zum Greifen nah. Sie verflog aber im Nu, und so konnten sie mit ihren eigenen von Axel Weiß arrangierten Stücken von und um Jaco Pastorius eine musikalische Brücke zur anschließenden Session bauen. Hier waren dann mal wieder viele wohlvertraute Sessionmusiker dabei. Die Zeit verging wie im Flug, und da war er auch pünktlich zum Abschluss: der Closer, als Rausschmeißer.

In der nächsten Session am 28. April wird mit Giovanni Gulino ein weiterer guter Freund von „Live & Jam“ den Abend eröffnen. Und darauf darf man schon jetzt freudig gespannt sein.

Euer Hennes

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de