Auf der Bühne: Suvi Mauer Project

Mit Stevie Wonder, Pat Metheney und Astor Piazzolla hatte Suvi Mauer sich drei starke musikalische Fürsprecher für das Abschlusskonzert ihrer Studien an der Frankfurter Musikwerkstatt anbei gestellt. Und mit demselben Programm sowie denselben Musikern, die sie auch in ihrer Abschlussprüfung begleitet hatten, sollte sie am letzten Sonntag des Novembers 2019 die letzte Session 2019 im Eschborn K eröffnen.

Unterschiedlichste Stücke dieser drei Musikgiganten (z.B. I wish und Superstitious von Stevie Wonder) sowie eine Vielfalt eigener Stücke hat sie dann zu einem abwechslungsreichen Programm- und Klangteppich verwoben, auf dem das gut gefüllte Auditorium gerne Platz genommen hat. Ihre Songs thematisierten dabei ganz unterschiedliche Aspekt des Lebens, mal Lebenspraktisches (Bad Shoes), mal Lebensträume (Dream on). Ein Liebeslied, das Suvi Mauer – sich solistisch selbst am Klavier begleitend – in ihrer finnischen Muttersprache sang, wurde zu einem der musikalischen Höhepunkte des Abends.

Aus Finnland hatte sie auch ihre Freundin Heli Siekkinen eingeladen und sie gebeten, sie am Akkordeon zu begleiten. Weiterhin Silas Schué (dr.), Thomas Legrand (b) und Konstantin Kopf (git.). Diese Rhythmusgruppe hat sich als sehr gefühlvolle Begleitgruppe zusammengefunden, und in manchen Momenten hätte man sich ein wenig mehr Zugriff im Klang der Begleitung vorstellen können. Lesley Kingswell mit ihrer klaren und geschmeidigen Stimme gab als Backgroundsängerin schließlich den vokalen Counterpart zu Suvi Mauer, die es meisterhaft verstand, ihr abwechslungsreiches Spiel an den Tasten von Klavier und Hammondkeyboard mit ihrem ausdruckstarken Gesang zu verbinden.

Den zweiten Teil des Opener gestaltete die neu formierte Gruppe Scope. Scope spielt Latinmusic als Ausgangspunkt, um von dort aus neue musikalische Gefilde zu entdecken und auszuloten. Thomas Hebert, der mit seinem versierten Gitarrenspiel immer wieder gerne die Session in Eschborn bereichert, hat dazu seine Bandfreunde Klaus Dengler (b), Daniele Innorta (p), Juan Mendes (perc.) und Jörg Scharff  (woodwinds) auf die Bühne geladen. Ihr zupackendes Spiel wurde dann zur gelungenen Brücke in die Session.

Mit Oliver Leicht, dem Altsaxophonisten und Klarinettisten der hr Bigband, sowie seinen Musikfreunden aus dem Salon wird es am 26. Januar dann einen musikalisch hochkarätigen Start in die zweite Halbzeit geben. Das Eschborn K freut sich schon jetzt auf diese Musiker und auf viele treue und neue Zuhörer und ebensolche Sessiongäste im kommenden Jahr 2020.

Heiner Geerlings

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de

 

 

 

1 Antwort
  1. Rüdiger Voerste sagte:

    Ungewöhnlich/bzw. selten für Jazz-Konzerte und wunderbar war die Mitwirkung von Heli Siekkinen.
    Der Klang eines Akkordeons, so gut gespiet wie hier, war eine Wohltat.

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