Auf der Bühne: Benno Sattler Trio

Die schlechte Nachricht zuerst: Nico Hering, der eigentlich am Klavier sitzen sollte, hatte kurzfristig absagen müssen. Die gute Nachricht: für ihn sprang Andrey Shabashev ein und gab damit einen Vorgeschmack auf sein kommendes Konzert im K am 30. April. Und dann Benno Sattler: ein Musiker der nachfolgenden Session merkte vor Beginn an, eigentlich müssten alle Schlagzeuger aus dem Umkreis von 100 km da sein, um zu hören, wie man’s richtig macht. Es waren dann doch ein paar weniger, aber für strahlendes Früh-Frühjahrswetter und ein parallel laufendes Länderspiel der deutschen Fußballer waren genug gekommen, die nicht verpassen wollten, was da anlag. Und das war wirklich große Kunst.

Bis auf zwei Stücke, darunter eine grandiose Variation des Beatles-Klassikers „Michelle“, gab es ausschließlich Eigenkompositionen von Andrey Shabashev: von hoch komplexen jazzigen Stücken über eine Blues-Nummer mit wunderbar schleppendem Schlagzeug bis zu melodiösen, fast träumerischen Einlagen – immer auf dem massiven, knochtrockenen Fundament des Basses von Hanns Höhn. Und all das mit einer so frappierenden Präzision der Einsätze, dass man nicht auf die Idee kommen konnte, dass das Trio in dieser Besetzung vorher kaum aufgetreten war.

Des Rätsels Lösung ist ein anstehendes gemeinsames Konzert in Russland, das Andrey auf die Beine gestellt hat und für das ganz offensichtlich auch geprobt worden war. Das Eschborn K erlebte also eine Art Generalprobe – auch in der Form, dass die drei über eine volle Stunde hinaus auf der Bühne standen.

Die anschließende Session eröffnete Ruth Freise, unterstützt von vielen bekannten Gesichtern. Ein besonderer Dank gilt dem Heiner Geerlings, der erstmalig den Hennes vertrat und den Abend souverän und sehr effektiv – ja – über die Bühne brachte.

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de

Auf der Bühne: Nico Hering Trio feat. Maria Kaulbarsch

Nico Hering Trio feat. Maria Kaulbarsch – „A Tribute to Ella Fitzgerald“

Jazz am Faschingssonntag? Warum eigentlich nicht? Das Eschborn K war wieder gut besucht, und alle die kamen, kamen auf ihre Kosten. Mit der Opening Band hatten wir einen Volltreffer gelandet. Jazz vom Feinsten, und mit der großartigen Stimme von Maria Kaulbarsch hatten wir eigentlich Ella Fitzgerald im Haus. Die Band war bestens aufeinander eingespielt, und die Musik der großen Ella zog alle im Nu in ihren Bann. Davon wollen wir mehr haben und planen deshalb ein Spezial in der kommenden Weihnachtszeit. Darauf dürfen sich alle freuen, insbesondere die, die diesmal nicht dabei sein konnten.

Maria Kaulbarsch führte mit kleinen Anekdoten und Wissenswertem elegant durch den Abend. In Begleitung von Nico Hering am Piano und Bastian Weinig am Bass hatten wir alte Bekannte zu Gast: was gut ist, kommt wieder. Max Jentzen an den Drums gab seinen Einstand und wird hoffentlich nicht zum letzten Mal da gewesen sein.

Die anschließende Session entwickelte den Charme eines Familientreffens. Man kennt sich, viele alte bekannte Gesichter und lange nicht mehr gesehene Musiker waren zu Gast.

Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

Hennes

Die Bilder sind – wie fast immer – von Harald Stuckmann, der sehr gerne Jazz, aber durchaus auch anderes fotografiert. Siehe: www.harald-stuckmann.de

Auf der Bühne: Neumann+Neumann

Für unsere erste Session im neuen Jahr hatten wir Neumann und Neumann eingeladen. Auf dem Plan standen an diesem kalten Januarabend Timo Neumann (dr) und sein Bruder Peer (key), der aber wegen Krankheit kurzfristig absagen musste.

Dafür kam dann aber Frau Neumann, die Mutter der beiden aus Niederhöchstadt, so dass wir am Ende doch noch zu Neumann+Neumann kamen. Überhaupt waren wieder viele neue Gesichter zu sehen, so etwas freut uns natürlich. Der Zuspruch zu unserer Reihe wächst und gedeiht.

Mit im Gepäck war Tim Roth am Bass, der nach dem jetzt dritten Mal im Eschborn K ein alter Bekannter ist.

Außerhalb der Ankündigung hatte sich kurzfristig auch Tomak Witiak (git) dazu gesellt, „ein gutes Krakauer Würstchen“, wie ihn Timo launig in seiner Moderation ankündigte.

Mit Timo Neumann hatten wir einen begabten Entertainer, der mit lockeren Moderationen und einer Gesangseinlage in Finnisch durch den Auftritt führte. Davon hätten wir gerne mehr, vielleicht beim nächsten Mal im Februar am 26.2., lassen wir uns überraschen.

Hennes

Auf der Bühne: Ensemble Entropie

Das Jazzjahr geht zu langsam zu Ende. Am vergangenen Sonntag fand im K die letzte Session für 2016 statt.

Die Wohnzimmertouristen hatten krankheitsbedingt leider abgesagt, aber zum Glück konnten wir die Band „Ensemble Entropie“ als Ersatz gewinnen. Die vier Musiker hatten vor allem Eigenkompositionen im Gepäck, spielten aber auch den einen oder anderen Klassiker auf ihre sehr eigene unverwechselbare Art und Weise. Nikolai Muck (Gitarre), Layonne Cherimoya (Gesang), Kai Rüffer (Bass) und Fabian Habicht (an den Drums) hatten unser Publikum mit ihrer Kunst schnell begeistert.

Bei der anschließenden Session waren wieder viele Bekannte, aber auch neue Gesichter dabei. Das freut uns, und wenn die dann auch noch gut Piano spielen, freut es uns noch mehr. Die Stimmung war familiär, man kennt sich und schätzt einander. Wir blicken hoffnungsvoll auf die kommenden Sessions im neuen Jahr.

Am Sonntag, den 18.12.2016 um 19.30h haben wir noch ein Bigband-Jazz-Weihnachtskonzert mit dem Fehlgriff Orchester aus Oberursel feat. Ruth Freise im Eschborn K. Das solltet ihr euch unbedingt ansehen.

Folgende Termine stehen im neuen Jahr bereits fest:

  • 25.01.2017: Neumann + Neumann; Zwei Musiker, ursprünglich aus Niederhöchstadt stammend, aber in der Welt viel herumgekommen, kehren mit Freunden nach Hause zurück
  • 26.02.2017: Nico Hering + Maria Kaulbarsch Band; Gute, alte Bekannte kommen wieder und bringen schöne Musik mit
  • 26.03.2017: Benno Sattler + Band
  • 30.04.2017: Andrey Shabashev + Band
  • 28.05.2017: wird noch nicht verraten

Euer Hennes

Auf der Bühne: Jan Felix May mit Band

Vollendet

Mit Jan-Felix May und seiner Band wurde unser Musikwochenende der Extraklasse vollendet.

Als ein Ausnahmetalent an den Tasten ist Jan-Felix May auch der Fachpresse schon aufgefallen und mit Preisen ausgestattet worden. Obwohl noch Student an der Uni in Mainz, ist er auf dem Weg nach oben. Wir sind ein wenig stolz, ihn und seine Band bei uns zu Gast gehabt zu haben.

Die Band, das ist vor allem sein kongenialer Schlagzeuger Julian Camargo und Kerstin Haberecht an den Saxophonen, komplettiert wurde die Band durch Lukas Roos an der Gitarre und Eduardo Sabella am Kontra- und E-Bass.

Die kraftvollen und ausdruckstarken Eigenkompositionen wurden mit großer Spielfreude virtuos vorgetragen. Jedes Stück mit der Ideenfülle für ein ganzes Album.

Die anschließende Session war ein Hochgenuss für alle, die dabei waren, ein ultimativer Höhepunkt war das Zusammentreffen der Session Gäste mit der Opener Band zum dem Closertitel, There is no greater Love, besser hätte man den Abend nicht beenden können. Die entspannte heitere Stimmung hat sich noch in den späteren Abend in Gesprächen weiter entwickelt, so etwas wünschen wir uns wieder.

Hennes

Auf der Bühne: Fräulein Pugh + Band

Nach langen Jahren der Abwesenheit hatte die Mumie (… geheimnisvolles Raunen im Publikum …) sich mal wieder verleiten lassen, an den Ort ihrer größten Erfolge, auf die Erde ins Eschborn K, zurückzukehren.

Denn ihre Ur – Ur – Ur – Urenkel (derzeit im wildesten Jugendalter, oder leicht darüber, zumindest die im Publikum anwesenden) wollten verstehen, was „gute Musik“ bedeutet und warum ihre Ur- Ur- Ur- Urgroßmutter schon in jungen Jahren so eine Größe im Spacejazz werden konnte. Und so spielte sie – gestärkt durch fünf Whiskeys und eine unendliche qualmende Havanna – wie in einer Zeitreise rückwärts ihre Lieder aus der guten alten Zeit, begleitet von ihren fünf intergalaktischen Musikfreunden (… huiiiiihhhh – aufmerkendes Staunen im Publikum …), Lieder voller Poesie, die sich aber nie gefühlsdusselig in bestens bekannte Schemen einschleimten.

Ständig sich ändernde Rhythmen statt tradierter „Jazzalgorithmen“. Und Klangströme – mal mäandernd, mal pulsierend, mal geschmeidig, mal irritierend … Die Soli! – musikalische Spiel-, Gestaltungs- und Erfindungskunst vom Feinsten … Klänge, wie sie auf der Erde noch nie dagewesen zu sein scheinen – ein extraterrestrisches Klanghappening (… Applaus, Applaus, Applaus vom Publikum …). Nach zwei Stunden musste sie wieder verschwinden. Das All ruft, und: ihr Ruf verpflichtet! … Ob ihre Ur- Ur- Ur- Urenkel verstanden haben?

Heiner Geerlings

Auf der Bühne: Trio da Nina

Ein gelungener Auftakt: das Trio da Nina hat am letzten Septembersonntag unsere Herbstsession als Opener Band eröffnet.

Selbst das spätsommerliche Wetter und ein Börne/Thiel Tatort im Ersten haben unsere Zuschauer nicht davon abhalten können, in größerer Zahl ins K zu kommen. Wir waren sehr erfreut über den großen Zuspruch, nur leider war die Namensgeberin Nina Schellhase kurzfristig erkrankt. Den Gesangspart hat bei zwei Stücken dann Julian Kessler (Gitarre) übernommen. Wir finden: eine gelungene Premiere.

Am Gartengrill (Vibraphon) stand Christoph Aupperle, verstärkt von Giovanni Gulino, der an den Trommeln rührte sowie Tim Roth am E-Bass. Mit ihren sommerleichten Bossarhythmen haben sie das Publikum spontan begeistert. Die Band war bereits zum zweiten Mal zu Gast im K und bestimmt auch nicht das letzte Mal.

Bei der sich anschließenden Session kamen wie gewohnt unsere angereisten Gastmusiker auf die Bühne. Die Vorschlagsliste hat sich dabei als roter Faden wieder einmal bewährt. Im übrigen freuen wir uns immer über Vorschläge aus dem Kreis der Sessionmusiker. Damit könnte unser Programm noch abwechslungsreicher werden.

Bis zum nächsten Mal.

Hennes

Auf der Bühne: Max Clouth Clan

Versprechen eingelöst …

Max Clouth hatte nicht zu viel versprochen. Am vergangenen Sonntag unternahm er mit uns einen Trip in ferne Klangwelten. Die Inspiration dazu hat er auf seinen Reisen gesammelt. Erst am Ende des ersten Sets sind wir mit einem Jazzstandart wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.

Der Eindruck von Leichtigkeit und Raffinesse klingt noch über den Abend hinaus lange nach. Ganz wichtig auch die Reisebegleiter, die wesentlich zu dem gelungenen Abend beigetragen haben; Andrew Shabashev (Piano), Jonathan Sell (Bass) und Andreas Neubauer (Drums).

In der anschließenden Session spielten sich auf der Bühne unser musikalischen Gäste locker die Bälle zu – vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf die anstehende Fußball-EM?

Zufrieden haben wir den Abend beschlossen, und mit Sehnsucht nach neuen Eindrücken erwarten wir die kommenden Sessions nach der Sommerpause.

Mit Max Clouth feiern wir im übrigen eine eigene Premiere: FaszinationMusik hat jetzt einen eigenen YouTube Kanal. Hier wollen wir in lockerer Folge Clips von den Auftritten und Sessions unserer Künstler und Session-Musiker zeigen. Den Anfang macht also Max Clouth Clan mit einem super-virtuosen Stück vom letzten Sonntag. Das Video ist am Ende dieses Beitrags unter den Bildern eingebettet.

Was erwartet uns nach der Sommerpause?

Den Auftakt des Herbstprogramms am Sonntag, den 25. September machen gute alte Bekannte: Nina Schellhase (Voc.), Christoph Aupperle (Vib.) und Julian Kessler (Git.) unterstützt von Bass und Schlagzeug. Sie waren im März 2015 schon einmal da und brachten das K zum Tanzen. Das wünschen wir uns wieder.

Für den Oktober haben wir ein Highlight geplant, ein komplettes Jazzwochenende, gestaltet von FaszinationMusik.

Am Samstag, den 29. Oktober kommt Fräulein Pugh mit großer Band zu einem Konzert. Für uns ist das eine Premiere, nun auch an einem Samstag im Eschborn K die Bühne für unsere Reihe zu haben.  Das Fräulein war bereits mehrfach zu Gast, zuletzt mit ihrem Weihnachtskrimi, und hat sich inzwischen eine begeisterte Fangemeinde geschaffen. Nach Produktionsabschluss ihrer neuen CD kommt sie samt einer bestens eingespielten Band zu uns und präsentiert Vocal Jazz – deutsch gesungen.

Schon am Tag darauf, Sonntag 30. Oktober, folgt Jan-Felix May mit seiner Band.

Für den Abschluss des Herbstprogramms am Sonntag, den 27.11.2016 ist gute Laune angesagt. Die Wohnzimmertouristen besuchen uns. Sieben Typen und zwei Ladies mit Charme brennen ein Feuerwerk ab. Danach ist Party angesagt unter dem Motto „Meine Welt ist eine Scheibe, eine die sich dreht und dreht, meine Welt ist eine Scheibe, auf der Motown steht“

Hennes

Und hier also die Premiere des FaszinationMusik YouTube Kanals:

Max Clouth Clan im Eschborn K

Auf der Bühne: Thomas Bachmann Group

Durchsage: Der kleine November ist im April abzuholen…

Vielleicht war das der Grund, warum unsere Session am vergangenen Sonntag so gut besucht war. Oder hat es sich rumgesprochen, dass einmal im Monat im Eschborn K die Post abgeht?

Mit dem Opener Thomas Bachmann Group haben wir einen Abstecher ins Kammermusikalische unternommen. Die Triobesetzung mit Uli Schiffelholz (Schlagzeug), Ralf Cetto (Bässe) und Thomas Bachmann (Saxophone) war bestens aufeinander eingespielt und hat es verstanden, trotz der Dichte und Komplexität der Eigenkompositionen immer noch Raum zu lassen für die kleinen Pausen zwischen den Noten. Die ungeraden Rhythmen rollten lässig und unangestrengt daher, getragen von einem raffinierten Bassspiel. Zur Krönung des ganzen kamen die weichen und lyrischen Klänge des Thomas Bachmann dazu und verschmolzen die Klangskizzen der einzelnen Musiker zu einem Gemälde.

Zur Eröffnung der anschließenden Session hatte sich eine weitere Band aus Frankfurt eingefunden: Ally Needs Flow. Mit dabei waren Ally Riedl (Gesang), Heinz Frischen (Keybord), Florian Schnaith (Schlagzeug) und Dirk Schiller (Bass). Die Klangfarbe wechselte zu groovigen Rhythmen überstrahlt von der souligen Stimme der Sängerin Ally Riedl. Die junge Band hat sich einem konzentrierten und aufs Zuhören eingestellten Publikum vorgestellt. Derartige Beiträge sind für uns ein Highlight, davon wünschen wir uns in Zukunft mehr.

Nicht unerwähnt bleiben soll die Scatgesangseinlage von Gerd Bauer bei der Session. Solche spontanen Einlagen bereichern unsere Session, und die Zuschauer kommen dabei auch nicht zu kurz. Es waren auch viele neue Gesichter im Publikum, das macht uns froh.

Wir freuen uns schon auf die kommenden musikalischen Beiträge.

Hennes

Auf der Bühne: MONOFUNK

Vielleicht lag es am ersten warmen Frühlingstag: das Eschborn K war wieder mal bestens besucht mit Jazzbegeisterten aus der Region.

Als Opener war Monofunk aus Darmstadt zu Gast. Monofunk, das klingt zwar nach altem Rundfunkempfänger, aber hier war das Genre Funk-Jazz gemeint und das in Rein- bzw. Monokultur.

Zu verdanken haben wir das Oliver Stuckard, dem Trompeter der Band. Er ist als gern gesehener Gast oft bei unseren Sessions zu hören, und die Einladung der gesamten Band war nur konsequent und ist unser Dankeschön an ihn. Und was für eine Band da kam! Perfekt aufeinander eingespielt, Bläsersätze und Rhythmusgruppe vom Feinsten, solistisch wie die Großen. So kommt Sonne ins K.

Die anschließende Session war vom Beat und Groove der Opener Band getragen. Die Session-Setliste wurde zwar nur bedingt gespielt, aber diese Musikrichtung könnten wir uns öfter vorstellen, frisch interpretierte Jazzstücke mit tanzbaren Rhythmen.

Hennes